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15 EM-Medaillen für Masters Springer

Die Masters-EM der Wasserspringer vom 29. August bis 2. September in Jesenice wird dem OSV-Team in sehr guter Erinnerung bleiben

15 Medaillen, davon zehn Goldene, so lautete die Ausbeute der Springer von der SU Wien bei den diesjährigen Masters-Europameisterschaften. Trotz Erinnerungen an die widrigen Bedingungen bei den letzten Meisterschaften in Jesenice fassten sich sieben Wasserspringer ein Herz sich der europäischen Konkurrenz zu stellen. Das Wetter zeigte sich den Athleten wenigstens zwei Tage gesonnen, bevor am Freitag und Samstag Gewitter über Jesenice zogen, die für niedrige Temperaturen und zusätzlich Wasser im Pool sorgten.

Besonders die gestandenen Veteranen zeigten, dass weder Alter noch Verletzungen sie zurückhalten können. Ekkehard Kubasta gewann in der Altersklasse 75-79 alle drei Wettbewerbe (1m, 3m und Turm). Bei den gleichaltrigen Frauen hielt Irmtraud Bohn ebenfalls mit drei Siegen bei drei Starts die österreichischen Fahnen hoch. Grete Kugler, die aufgrund eines Knöchelbruchs auf das Training im Vorfeld großenteils verzichten musste, konnte die Konkurrenz vom 1m Brett dennoch in die Schranken weisen und siegte in der Altersklasse 65-69. Von 3m schlichen sich leider zu viele angedeutete Schrauben in die Sprünge, so dass sie sich knapp geschlagen geben musste und nur Silber holte.

Auch bei den jüngeren Athleten konnten sich die Wiener über einige Medaillen freuen. Mario Olave (60-64 Jahre) sammelte drei – jeweils In Bronze vom 1m und 3m Brett sowie eine Silberne vom Turm, wo er besonders mit seinem Doppelsalto rückwärts glänzen konnte. Platz eins verpasste er nur denkbar knapp um 4,95 Punkte. Johannes Fenz hielt sich in der Altersklasse 50-54 wacker. Vom 1m Brett wurde er zwar nur Fünfter, von 3m sprang er aber auf das Podium und holte trotz einer suboptimalen Auerbachschraube Bronze für Österreich.

Aus Zeitgründen konnte Henry Betancourt nur von 1m und dem Turm antreten, dort aber trotzte er der zahlreichen Konkurrenz – im Falle des Turmbewerbs auch dem Wetter – und gewann beide Konkurrenzen in der Altersklasse 40-44 klar. Besonders beeindruckte er die Kampfrichter und Zuschauer mit seinem gehechteten 1,5 Salto vorwärts von 10m, der ihm sogar eine Wertung von 9,5 Punkten einbrachte.

Schwimm-Union Neuzugang Verena Schenzinger trat in der Altersklasse 30-34 gegen starke und erfahrene Springerinnen an und schlug sich in allen drei Bewerben trotz der bei weitem einfachsten Sprungliste tapfer. Drei vierte Plätze lauteten ihr Ergebnis, wobei sie besonders mit ihrem Rückwärts-Kopfsprüngen glänzen konnte. Im Team-Testwettkampf (3 Springer, jeweils 2 Sprünge von 1m, 3m, und dem Turm) zeigte sie besondere Nervenstärke mit einem Auerbachkopfsprung gestreckt von 1m und einem Rückwärtskopfsprung gehechtet von 3m, die jeweils besser als in ihren Einzelbewerben gewertet wurden. Zusammen mit Henry Betancourt und Mario Olave erreichten die Wiener einen respektablen fünften Platz, wobei sich das Podium die starken Teams aus Deutschland, Litauen und Schweden teilten.

Zum Abschluss der Wettkämpfe sorgten Mario Olave und Henry Betancourt noch für eine Überraschung. Das spontan gemeldete Synchron-Paar gewann den 3m-Bewerb in der gut besetzten Altersklasse 80-109 mit über zehn Punkten Vorsprung. Insgesamt können sich die Wiener über eine sehr erfolgreiche Veranstaltung freuen. Mit mehr Wetter und Wettkampferfahrung begeben sie sich wieder in das vertraute Stadthallenbad zur Vorbereitung auf neue Master-Leistungen.

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