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Masters Open Water EM in Rijeka

450 Masters-Schwimmer hatten bei der Open Water EM für die 5 km genannt, die an der kroatischen Riviera entlang der Küste von Rijeka ausgetragen wurde.

Das eindrucksvolle Schwimmstadion Kantrida (3 Indoorbecken + 3 Outdoorbecken, Wasserballbecken und Sprunganlagen) war Kulisse eines wunderbaren Wettkampftages, welcher gut organisiert durchgezogen wurde. Die etwas chaotische (bzw. nicht existente) Kommunikation im Vorfeld und die sehr spät veröffentlichte Teilnehmerliste oder Bestätigung waren daher rasch vergessen. 146 Damen und 244 Herren wurden schließlich in Startwellen der jeweiligen Altersgruppen auf die Wettkampfstrecke geschickt. Es war daher den ganzen Tag etwas zu sehen, ob Start oder Zieleinlauf, was für gute Stimmung bei den Aktiven, deren Unterstützern und Zuschauern sorgte.

Österreich war mit vier Herren und acht Damen vertreten und konnte sich im starken, von Italien dominierten Teilnehmerfeld gut behaupten. Die 5 km lange Strecke war mit gelben und roten Bojen markiert, dies machte die Navigation sehr einfach. Trotzdem hatte es dieser schön zu schwimmende Bewerb in sich, da auf den ersten 2,5 km eine leichte Rückenströmung zum schnellen Angehen reizte. Wer sich nicht genug Kraft für den Rückweg aufhob bereute dies bei der Gegenströmung zum Weg ins Ziel bitter. Keiner der Schwimmer blieb unter 1 Stunde (Beste Zeit 1:00,52 vom Schweizer Julien Bainod), wodurch vermutet wird, dass die Strecke auch etwas länger als 5 km war.

Die österreichischen Damen gewann 3 Bronzemedaillen: Vanessa Urbanz (AG 25; 1:15,02), Heidi Steinacher (AG 50; 1:15,47) und Barbara Kutschbach (AG 55; 1:17,47) konnten somit eine "olympische" Medaillenbilanz verhindern und Österreich den 10. Platz im Medaillenspiegel sichern, vor Polen und Portugal. Heidi Steinacher nach dem Rennen: "Das konsequente und freudvolle Training mit Monika (Messner) im Sommer hat sich bezahlt gemacht. Ich konnte die ersten 2,5 km im Sog der jüngeren Schwimmer mitgehen und habe dann gegen die Wellen gekämpft. Obwohl ich den Anschluss an die Spitze verlor konnte ich durchbeißen und den 3. Platz ins Ziel bringen. Ich freue mich riesig über die Platzierung!“

Bei den Herren konnten sich Ivo Unterdorfer (AG 35; 1:05,32) und Manfred Mahrle (AG 45; 1:07,50) als jeweils 5. in ihren Klassen ebenfalls gut behaupten, Adolf Fischer wurde sogar 4. (AG 75+). Ivo: "Das Rennen war sauschnell, der erste ging voll ab und ich konnte nach der Wende eine Lücke von 100m auf das Verfolgerfeld schließen, hatte aber dann nicht mehr die Kraft für einen erfolgreichen Zielsprint." Ivo schwamm auch die 13. schnellste Zeit aller Teilnehmer und war damit schnellster Österreicher.

2017 WM in Ungarn
Im nächsten Jahr wird die Open Water Meisterschaft wieder gemeinsam mit der WM in Ungarn abgehalten. Das Training dafür kann beginnen und wir wollen natürlich wieder Medaillen dort holen aber vor allem an die eigenen Grenzen gehen und die Motivation fürs Trainieren finden! Der "Masters Spirit" ist, wie beim technischen Meeting richtig gesagt, mit einem Lächeln durch einen Wettkampf zu gehen und sich am Schwimmsport zu erfreuen. Und dies bis ins hohe Alter. Einer unserer ältesten Teilnehmer, Adolf Fischer, ist 76 Jahre und bewältigte die 5km in erstaunlichen 1:57,13  was ihm den 4. Platz in der AG 75+ einbrachte - eine tolle Leistung!

Wir gratulieren allen, insbesondere unseren Medaillengewinnern herzlich!

Die Leistungen der Österreicher im Detail:

Damen:
AK 25 Vanessa Urbanz, Platz 3 in 1:15:02,880
AK 35 Barbara Pirstinger, Platz 8 in 1:18:41,975
AK 35 Nina Nagele, Platz 15 in 1:29:51,632
AK 40 Monika Messner, Platz 9 in 1:18:16,696
AK 40 Barbara Atzmüller, Platz 14 in 1:23:20,139
AK 50 Heidi Steinacher, Platz 3 in 1:15:47,360
AK 55 Barbara Kutschbach, Platz 3 in 1:17:47,871
AK 55 Ilse Biegler, Platz 17 in 1:51:30,478

Herren:
AK 35 Ivo Unterdorfer, Platz 5 in 1:05:32,738
AK 45 Manfred Mahrle, Platz 5 in 1:07:50,511
AK 50 Adolf Dengg, Platz 19 in 1:20:24,858
AK 75+ Adolf Fischer, Platz 4 in 1:57:03,118